Regelwerk – Versionierung & Changelog
Regelwerke schaffen Vertrauen.
Versionierung schafft Integrität.
Das Regelwerk der Golden Glide Income Strategie ist versioniert.
Dieses Changelog zeigt:
welche Regel geändert wurde
warum sie geändert wurde
ab wann sie galt
welche Auswirkung erwartet wurde
Nicht jede geprüfte Idee wird Teil des Regelwerks. Dokumentiert werden nur Änderungen, die den Prozess, das Setup oder das Risiko verändern.
Jede Version bleibt nachvollziehbar. Es gibt keine stillen oder rückwirkenden Änderungen.
Phasen der Strategie
Phase 0: Systemaufbau
November 2025 bis 22.08.2026
In dieser Phase wurde das Regelwerk entwickelt, getestet und angepasst.
Ziel war ein klarer Prozess mit festen Regeln für Entry, Exit und Risiko. Änderungen durften nur auf Basis von Daten erfolgen – nicht als Reaktion auf einzelne Trades.
Mit Version 0.4 wurde das Regelwerk für die nächste Phase eingefroren.
Phase 1: Validierung
23.08.2026 bis 31.12.2026
In dieser Phase wird Version 0.4 unverändert angewendet.
Geprüft werden:
Prozessstabilität
Verlustfolgen
Regeldisziplin
praktische Umsetzbarkeit
Einzelne Gewinne oder Verluste führen zu keiner Anpassung. Dokumentiert werden alle Prüftage, Trades und Nicht-Trades.
Warum dieses Changelog besteht
Das Regelwerk zeigt den aktuellen Stand. Das Changelog zeigt den Weg dorthin.
Damit bleibt sichtbar, wann Regeln geändert, begründet und für die Validierung eingefroren wurden.
Das Changelog ist kein Leistungsversprechen. Es ist der Nachweis, dass Regeln nicht still angepasst werden, sobald der Markt unbequem wird.
Versionen & Anpassungen
Nachfolgend sind die strukturellen Regelwerksanpassungen dokumentiert.
v0.3 → v0.4
(23.08.2026)
Änderung
Das Regelwerk wird von einem einzelnen Credit-Setup zu einer festen Reihenfolge aus zwei Setups erweitert:
Put Credit Spread prüfen
Nur wenn kein neuer Credit-Entry möglich ist: Call Debit Spread prüfen
Für den Put Credit Spread gelten ab v0.4:
Short-Put-IV: 18 bis 30 % statt 15 bis 30 %
Short-Put-Delta: höchstens 0,16
Credit: mindestens 0,60 USD
kein Preisstop
kein Exit bei einem später geschlossenen Regime
Take Profit bei 80 %
Time Exit bei 1 DTE
Neu hinzu kommt der Call Debit Spread:
10 USD Spreadbreite
Ziel: 35 DTE
Long-Call-Delta etwa 0,50
IV unter 14 %
Debit höchstens 4,50 USD
Exit bei 75 % des maximalen Spread-Gewinns, bei 14 DTE oder beim ersten negativen Regime-Check
kein Preisstop
Je Setup darf höchstens eine Position offen sein. Insgesamt sind maximal zwei offene Positionen zulässig. Vor jeder Skalierung wird je 5.000 USD Strategiekapital eine Rücklage von 900 USD aufgebaut.
Grund
Der SPY-Backtest von Januar 2020 bis Juni 2026 zeigte, dass die bisherigen Preisstopps den Prozess nicht verbessert haben. Sie begrenzten einzelne Verluste, nahmen der Strategie aber auch spätere Erholungen.
Zugleich blieben Marktphasen mit sehr niedriger IV trotz offenem Regime ohne nutzbares Credit-Setup. Der Call Debit Spread ergänzt diese Phasen, ohne die Credit-Regeln zu lockern.
Die neuen Filter, Exit-Regeln und Positionsgrenzen beruhen auf den Ergebnissen des Backtests. Sie wurden nicht aus einzelnen Papertrades abgeleitet.
Auswirkung
Die Strategie handelt nicht einfach häufiger. Sie unterscheidet klarer.
Credit-Trades erhalten strengere Entry-Filter und mehr Zeit, ihren Verlauf auszuspielen. Bei sehr niedriger IV kann ein klar begrenzter Debit-Trade infrage kommen. Zwischen beiden IV-Bereichen bleibt bewusst eine Lücke ohne Trade.
Das Risiko wird nicht mehr über einen Preisstop gesteuert. Feste Spreadbreiten, maximal eine Position je Setup und die Rücklage von 900 USD bilden den neuen Risikorahmen.
v0.2 → v0.3
(04.05.2026)
Änderung
Anpassung der zulässigen Prämienzone im Setup-Check.
Die bisherige Prämienzone von 80–89 $ wird auf 60–89 $ erweitert.
Unverändert bleiben:
DTE 11–13
IV Short Put 15–30 %
Short Strike ≤ EMA30 − 0,5 × ATR(14) − 2 $
5-$-Strike-Streuung
Take Profit bei 80 % der erhaltenen Prämie
STP-Exit nach Regelwerk
Grund
Die Auswertung des Setup-Archivs v0.2 zeigte, dass die enge Prämienzone von 80–89 $ einzelne ansonsten regelkonforme Setups ausschließen kann.
Die Anpassung erweitert die Mindestvergütung nach unten, ohne die obere Begrenzung aufzugeben.
Die Obergrenze von 89 $ bleibt bestehen, um zu nahe Strikes und zu hohe Prämienkontakte weiterhin auszuschließen.
Auswirkung
Moderate Erhöhung der Setup-Flexibilität bei unveränderter Risikogrenze.
Trades mit 60–79 $ Prämie werden zulässig, sofern alle übrigen Filter erfüllt sind.
Dadurch können No-Trade-Phasen bei offenem Regime verkürzt werden, ohne die EMA30-STP-Logik, IV-Prüfung, DTE-Struktur oder Strike-Streuung zu verändern.
v0.1 → v0.2
(19.12.2025)
Änderung
Präzisierung des Exit-Ablaufs unter Berücksichtigung fixer Handelstage (Mo/Mi/Fr).
Offene Positionen werden spätestens am letzten erlaubten Handelstag vor dem Verfall geschlossen (GGI-Handelstage: Montag, Mittwoch, Freitag).
Abhängig vom Verfallstag entspricht dies in der Regel DTE-1 oder DTE-2.
Grund
Reduktion von Assignment- und Gamma-Risiken in der Endphase.
Die Anpassung betrifft ausschließlich den operativen Ablauf – nicht die Setup- oder Edge-Logik.
Auswirkung
In Einzelfällen leicht geringere Restprämie, dafür höhere Prozessstabilität und klareres Risikomanagement.
v0.0 → v0.1
(15.11.2025)
Änderung
Definition der Short-Strike-Streuung:
Abstand zwischen zwei Trades 5–7 $.
Grund
In KW45 wurden in einer Seitwärtsphase vier Trades am STP geschlossen.
Die geringe Distanz zwischen den Positionen erhöhte das Risiko bei Gegenbewegungen im Range-Markt.
Prüfung im Aufwärtsmarkt:
Kursanstiege von 5 $ innerhalb von zwei Tagen sind üblich (Vergleich ATR(14)).
Der größere Abstand schränkt Entries an Mo/Mi/Fr nicht ein.
Prüfung im Seitwärtsmarkt:
Verliert der Markt Momentum, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur.
Die größere Streuung reduziert Klumpenrisiko und verhindert unnötige Schließungen nahe des STP.
Auswirkung
Geringere Stoppfrequenz in Seitwärtsphasen, keine Nachteile im Trend.
Verbesserung der Trefferquote.
Aktueller Status
Aktive Regelwerksversion: v0.4
Regelstatus: seit August 2026 unverändert
Phase: Validierung bis Ende Dezember 2026
Weiterführende Seiten
In den Research Notes werden einzelne Anpassungen des Regelwerks mit Backtests belegt.
Die Regelanwendung zeigt, wie das Regelwerk im laufenden Markt dokumentiert und umgesetzt wird.
Der Journal Status dokumentiert die Entwicklung des Systems über Zeit.
Hinweis
Dieses Changelog dokumentiert die Entwicklung einer regelbasierten Stillhalterstrategie im Rahmen eines transparenten Forschungs- und Entscheidungsprozesses.
Es stellt keine Anlageberatung und keine Renditeaussage.



