Research Note #4 – Als die Prämiengrenze zum Nadelöhr wurde
Eine einzige Regel verhinderte 15 von 21 möglichen Entries.
Management Summary
Das Regelwerk v0.2 der SPY Income-Strategie verlangte für den Bull Put Credit Spread eine Prämie von 80 bis 89 USD.
Zwischen dem letzten Trade Ende Januar 2026 und dem nächsten Einstieg im Mai 2026 lagen zwölf Wochen.
Der lange Leerlauf löste die Prüfung aus. Geändert wurde das Regelwerk aber erst, als das Setup-Archiv ein klares Nadelöhr zeigte.
Bei 15 von 21 Ausschlüssen verhinderte allein die Prämie den Einstieg. Drei sonst gültige Setups lagen zwischen 60 und 79 USD.
Deshalb wurde die Prämienzone von 80–89 USD auf 60–89 USD erweitert. Alle anderen Regeln blieben gleich.
60 USD sind kein bewiesenes Optimum. Die neue Grenze ist ein begrenzter Schritt, der nun mit Regelwerk v0.3 geprüft wird.
Ausgangsfrage
Das Regime der regelbasierten SPY Optionsstrategie war ab April 2026 mehrfach offen. Trotzdem fand sich unterhalb der Stopplinie oft kein Strike mit mindestens 80 USD Prämie.
Damit stellte sich die Frage:
Filtert das Regelwerk noch sinnvoll oder verhindert die Prämiengrenze gültige Trades?
Zwölf Wochen ohne Trade reichten nicht als Antwort. Dafür brauchte es die dokumentierten Setup-Checks.

Methodik – kurz & transparent
Grundlage war das vollständige Setup-Archiv von v0.2 von Januar bis Mai 2026 mit 26 Prüfungen für den SPY 11DTE Bull Put Credit Spread.
Jedes Setup wurde nach derselben Reihenfolge geprüft:
Regime → Strike → Streuung → DTE → IV → Prämie
Als Ausschlussgrund „Prämie“ wurde ein Setup nur erfasst, wenn alle anderen Regeln erfüllt waren. Danach wurde geprüft, welche dieser Prämien im Bereich von 60 bis 79 USD lagen.
Die Auswertung zeigt, warum die Regel geändert wurde. Ob die neue Grenze das Ergebnis verbessert, muss Regelwerk v0.3 erst zeigen.
Was das Setup-Archiv zeigte
Ausgewertet wurden alle 26 Setup-Checks von Januar bis Mai 2026.
Die Ausschlüsse verteilten sich so:
Bei 15 von 21 Ausschlüssen verhinderte allein die Prämie den Einstieg. Die Prämiengrenze war damit der häufigste Grund gegen einen Trade.
Die Setups im erweiterten Prämienbereich
Drei dieser 15 Setups lagen zwischen 60 und 79 USD:
Mit einer Untergrenze von 60 USD wären diese drei Setups freigegeben worden.
Warum nicht unter 60 USD?
Die Daten zeigten, dass 80 USD gültige Setups verhinderten. Sie zeigten nicht, wie weit die Grenze gesenkt werden sollte.
Eine tiefere Prämie senkt auch den Gewinn je Gewinner.
Bei 60 USD Prämie bleiben am Take-Profit von 80% 48 USD. Um einen durchschnittlichen Stop von rund 200 USD auszugleichen, braucht es damit bereits mehr als vier Gewinner.
Ein weiter entfernter Strike kann die Trefferquote erhöhen. Ob dieser Vorteil den kleineren Gewinn ausgleicht, ließ sich mit den vorhandenen Daten nicht belegen.
Deshalb wurde die Prämienzone nur bis 60 USD geöffnet.
Diese Grenze schließt die gefundenen Setups ein, ohne den möglichen Gewinn je Trade noch weiter zu senken.
Die Änderung im Regelwerk
Mit Regelwerk v0.3 wurde nur die Prämienzone geändert.
So lässt sich getrennt prüfen, wie sich die neue Grenze auf die Zahl der Trades, die Stops und das Gesamtergebnis auswirkt.
Was die Änderung rechtfertigt
Der lange Leerlauf allein hätte keine Anpassung gerechtfertigt.
Für die Änderung sprachen drei Punkte:
Die dokumentierten Setups zeigten ein klares Problem.
Nur eine Regel wurde geändert.
Die neue Version wird danach unverändert geprüft.
60 USD sind daher kein endgültiges Ergebnis. Sie sind die neue Arbeitsgrenze für Regelwerk v0.3.
Fazit
Die zwölf Wochen ohne Trade waren der Anlass für die Prüfung. Den Grund für die Änderung lieferten erst die Daten.
Die alte Prämiengrenze verhinderte wiederholt Setups, obwohl alle anderen Regeln erfüllt waren. Deshalb wurde sie in einem begrenzten Schritt von 80 auf 60 USD gesenkt.
Nicht der Leerlauf rechtfertigt eine Regeländerung. Die dokumentierten Ausschlüsse tun es.
Weiterführende Seiten
Das Setup-Archiv mit allen dokumentieren Regime- und Setup-Checks aus Regelwerk v0.2.
Das Regelwerk beschreibt die Methode vollständig.
Wie eine Optionsstrategie über feste Regeln robust und wiederholbar wird, erläutert dieser Grundlagenartikel.
Die Regelanwendung zeigt, wie das Regelwerk im laufenden Markt dokumentiert und umgesetzt wird.
Viele Grüße,
Sabine
Golden Glide Income
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Disclaimer
Die Inhalte dieses Journals dienen ausschließlich der Dokumentation eines persönlichen Forschungsprozesses im Bereich regelbasiertes Options-Trading.
Sie stellen keine Anlageberatung, keine Handelsempfehlung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
Alle beschriebenen Regeln, Parameter und Anpassungen beziehen sich auf meine eigene Vorgehensweise und meinen eigenen Lernprozess.
Ob eine Methode für andere geeignet ist, hängt von individuellen Zielen, Erfahrungen und Risikotoleranzen ab.
Historische Ergebnisse, Backtests oder Beispielrechnungen sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen.
Optionen sind komplexe Produkte und können zu erheblichen Verlusten führen.
Leser:innen tragen die volle Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen.
Bitte prüfe stets, ob eine Strategie zu Deinem persönlichen Finanzrahmen und Risikoprofil passt.









